Damit Kirche im Dorf bleibt

Strukturelle Überlegungen für den ländlichen Raum >>>


PUBLIKATION – Kirche im Aufbruch


5. MITGLIEDSCHAFTSUNTERSUCHUNG erschienen

2014 ist das Material der EKD erschienen. Die Untersuchung widmet sich der gesamten EKD.
Mitgliedschaftsuntersuchung zum Herunterladen 


EKD-SYNODE

Schwerpunktthema „Ehrenamtliches Engagement in Kirche und Gesellschaft"


STUDIE: Bereitschaft zu Engagement entsteht in der Kindheit

Deutsches Kinderhilfswerk befragte 900 freiwillige Helfer

Berlin (epd). Die Grundlagen für gesellschaftliches Engagement werden einer Studie zufolge bereits in der Kindheit gelegt. Fast 83 Prozent der ehrenamtlich Tätigen in Deutschland hätten sich schon als Kinder oder Jugendliche freiwillig engagiert, heißt es in einer in Berlin vorgestellten Untersuchung des Deutschen Kinderhilfswerks. Mehr Informationen dazu im Internet unter: www.dkhw.de >>


STUDIE: Defizite bei Ehrenamt-Förderung in Ostdeutschland

Sozialwissenschaftler: „Engagementlücke” in ländlichen Regionen

Potsdam (epd). In Ostdeutschland gibt es einer Studie zufolge gravierende Defizite bei der öffentlichen Förderung ehrenamtlichen Engagements. Insbesondere in den ländlichen Regionen der neuen Bundesländer zeichne sich anders als in Westdeutschland eine deutliche “Engagementlücke” ab, sagte der Sozialwissenschaftler Thomas Gensicke von TNS Infratest in Potsdam. Notwendig sei deshalb der Aufbau einer finanziell gesicherten, flächendeckenden und dauerhaften Infrastruktur mit Beratungs- und Kontaktstellen für bürgerschaftliche Initiativen. Wichtig sei ein Wechsel von der individuellen Engagement- zur Strukturförderung, damit nicht “bürgerliches, sondern bürgerschaftliches Engagement” unterstützt werde.

Derzeit werde das Geld von der Politik häufig „falsch ausgegeben”, so Gensicke weiter. Wer in den neuen Bundesländern keinen Zugang zu Politikern habe oder in der Kommunalpolitik unbequem sei, habe oft keinerlei Chance auf Förderung ehrenamtlicher Arbeit. Die Studie basiert auf der Auswertung einer bundesweiten Umfrage von 2004. Dabei wurden insgesamt 15.000 Deutsche ab 14 Jahren telefonisch interviewt, darunter 5.000 aus den neuen Bundesländern.

Insgesamt habe sich die Zivilgesellschaft in Ostdeutschland zwischen 1999 und 2004 deutlich belebt, so Gensicke. So habe der Anteil der Einwohner, die sich an Gemeinschaftsaktivitäten beteiligen, ohne bereits bürgerschaftliche Aufgaben zu übernehmen, von 56 auf 62 Prozent zugenommen. Der Anteil dauerhaft ehrenamtlich Engagierter sei zugleich von 28 auf 31 Prozent gestiegen. Damit bleibe Ostdeutschland jedoch weiter eine “Potenzialbürgergesellschaft”, sagte der Sozialwissenschaftler. Schwerpunkt des Engagements seien die großstädtischen Ballungsräume wie Berlin und das Umland. In Westdeutschland beteiligten sich der Studie zufolge im gleichen Zeitraum 73 Prozent der Einwohner an Gemeinschaftsaktivitäten, 35 Prozent waren ehrenamtlich engagiert.

Negativ wirke sich derzeit aus, dass in manchen ländlichen Regionen Ostdeutschlands auch die einfachste öffentliche Grundstruktur am schwinden sei, sagte Gensicke. In solchen Situationen auf die so genannte Zivilgesellschaft zu setzen, um Versorgungslücken zu schließen, sei jedoch “naiv”. Die Unterstützungsstrukturen für ehrenamtliches Engagement müssten von hauptamtlich arbeitenden, qualifizierten Fachkräften getragen werden, betonte Gensicke. 


DISKUSSION um das Ehrenamt

Zur Diskussion um das Ehrenamt hat das Gemeindekolleg der VELKD in Celle ein Arbeitsheft herausgegeben. Gemeindekolleg der VELKD >>

Es enthält praxisnahe Beiträge und Anregungen zum Thema. Unter anderem wird die Ausbildung zum Kirchenkurator vorgestellt, die in unserer Landeskirche neu entwickelt wurde.


EMPIRISCHE STUDIE: Freiwilliges Engagement in der Kirche

Ergebnisse und Trends für den kirchlich-religiösen Bereich erstellt vom Freiwilligensurvey 2019.

Freiwilliges Engagement in der evangelischen Kirche hat Zukunft – die Ergebnisse einer empirischen Studie finden Sie hier.